Wenn dein Kopf schmerzt, ist das unangenehm und du wünschst dir schnelle Entlastung. Allerdings bekommst du die am ehesten, wenn du die Ursachen für die Kopfschmerzen kennst. Die meisten sind zwar harmlos, können deine Lebensqualität aber teils erheblich einschränken. Da stellt sich die Frage: Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?
Wenn du die verschiedenen Kopfschmerztypen kennenlernen und wissen möchtest, warum dein Kopf manchmal schmerzt, haben wir hier die Antworten für dich.
TL;DR/Das Wichtigste in Kürze
- Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden überhaupt.
- Spannungskopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen zählen zu den bekanntesten Formen.
- Es ist gut zu wissen, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt, denn die Art der Schmerzen liefert oft wichtige Hinweise auf die Ursache.
- Stechende, pochende oder brennende Schmerzen können auf unterschiedliche Kopfschmerzarten hindeuten.
- Eine genaue Beobachtung der Symptome hilft dabei, die Beschwerden besser einzuordnen.
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es? Das ist der Spannungskopfschmerz
Wer sich damit befasst, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt, wird immer wieder auf den Spannungskopfschmerz treffen. Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzform überhaupt. Fast jeder Mensch erlebt ihn irgendwann einmal im Leben. Typisch ist ein dumpfer, drückender Schmerz, der sich oft wie ein enger Ring um den Kopf anfühlt.
Viele Betroffene beschreiben die Beschwerden so, als würde jemand langsam Druck auf Schläfen, Stirn und Hinterkopf ausüben. Die Schmerzen sind zwar meist nicht so stark wie bei einer Migräne, können aber über Stunden oder sogar Tage anhalten.
Typische Symptome sind:
- Druckgefühl im Kopf
- verspannter Nacken
- ziehende Schmerzen im Hinterkopf
- Konzentrationsprobleme
- Druckempfindlichkeit der Muskulatur
Die Ursachen sind vielfältig; besonders häufig spielen Stress, Schlafmangel, langes Sitzen am Schreibtisch oder eine dauerhaft angespannte Körperhaltung eine Rolle. Auch psychische Belastungen können Spannungskopfschmerzen begünstigen.
Ein wichtiger Unterschied zur Migräne besteht darin, dass Betroffene trotz der Schmerzen häufig noch ihren Alltag bewältigen können. Körperliche Bewegung verschlimmert die Beschwerden meist nicht zusätzlich.
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es? Das ist der Cluster-Kopfschmerz
Clusterkopfschmerzen gehören zu den seltensten, gleichzeitig aber auch zu den stärksten bekannten Kopfschmerzformen. Viele Betroffene beschreiben die Schmerzen als nahezu unerträglich und haben regelrecht Angst vor der nächsten Attacke.
Typisch ist ein sehr starker Schmerz auf einer Kopfseite. Besonders häufig treten die Beschwerden rund um das Auge, die Schläfe oder den seitlichen Kopfbereich auf.
Der Name stammt von den sogenannten Clustern. Dabei handelt es sich um Zeiträume, in denen die Attacken gehäuft auftreten. Manche Menschen leiden über mehrere Wochen täglich unter starken Schmerzanfällen, bevor die Beschwerden für längere Zeit wieder verschwinden.
Typische Symptome sind:
- extrem starke einseitige Schmerzen
- tränendes Auge
- laufende oder verstopfte Nase
- gerötetes Auge
- innere Unruhe
Im Gegensatz zu Migränepatienten möchten Menschen mit Clusterkopfschmerzen während einer Attacke meist nicht liegen bleiben. Viele laufen umher oder können kaum stillsitzen.
Die einzelnen Schmerzattacken dauern häufig zwischen 15 Minuten und drei Stunden. In dieser Zeit erreichen die Beschwerden oft eine enorme Intensität und machen das normale Alltagsleben unmöglich. Wenn du unter Clusterkopfschmerzen leidest, ist es praktisch unmöglich, dass du noch nicht diagnostiziert wurdest.
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es? Das ist die Migräne
Wenn jemand von starken Kopfschmerzen spricht, denkst du vielleicht zuerst an Migräne. Tatsächlich ist Migräne nicht nur ein Symptom, sondern eine neurologische Erkrankung mit mehr Symptomen als reinen Schmerzen.
In aller Regel treten die Beschwerden einseitig auf und werden als pochend und pulsierend beschrieben. Bewegst du dich, werden die Schmerzen stärker, sodass Rückzug und Lichtmangel als sehr angenehm empfunden werden.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- pochende Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
- Geräuschempfindlichkeit
- Schwindel
- pulsierende Kopfschmerzen
Wenn Kopfschmerzen Migräne als Auslöser haben, solltest du neurologisch untersucht werden. Mithilfe von Triptanen ist es oft möglich, die Schmerzattacken zu minimieren oder sogar deren Entstehung zu verhindern. Deshalb ist es so wichtig, zu wissen, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt und welche bei dir vorliegt.
Stechende Kopfschmerzen – das sind die häufigsten Arten
Nicht nur die Stärke der Beschwerden liefert Hinweise auf die Ursache. Auch die Art des Schmerzes kann dir bei der Einordnung helfen.
Stechende Kopfschmerzen werden gern als plötzlich und akut einschießend beschrieben. Betroffene leiden unter kurzen Schmerzattacken, manchmal aber auch unter längeren Beschwerden. Typische Ursachen sind:
- Clusterkopfschmerzen
- bestimmten Migräneformen
- Nervenirritationen
- Entzündungen
- Kopfschmerzen durch Verspannungen
Besonders auffällig ist, dass stechende Schmerzen oft punktuell wahrgenommen werden. Viele Menschen können genau zeigen, an welcher Stelle des Kopfes die Beschwerden auftreten.
Bitte beachte: Treten stechende Kopfschmerzen plötzlich und ungewöhnlich stark auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden
Pochende Kopfschmerzen – das sind die häufigsten Arten
Pochende Kopfschmerzen gehören zu den klassischen Anzeichen einer Migräne. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl so, als würde der Schmerz im Rhythmus des Herzschlags pulsieren.
Die Beschwerden konzentrieren sich häufig auf eine Kopfseite und nehmen bei Bewegung zu.
Neben der Migräne können pochende Schmerzen auch auftreten bei:
- erhöhtem Stress
- bestimmten Gefäßerkrankungen
- Infekten
- hormonellen Veränderungen
Vor allem bei Kopfschmerzen durch Migräne zählt das pochende Schmerzgefühl zu den wichtigsten Merkmalen. In Kombination mit Lichtempfindlichkeit oder Übelkeit ergibt sich oft ein recht typisches Beschwerdebild, das sich gut erkennen lässt, wenn man weiß, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt und wie sich diese äußern.
Brennende Kopfschmerzen – das sind die häufigsten Arten
Brennende Schmerzen treten etwas seltener auf als drückende oder pochende Beschwerden. Betroffene beschreiben häufig ein Hitzegefühl oder ein unangenehmes Brennen an bestimmten Stellen des Kopfes.
Mögliche Ursachen sind:
- gereizte Nerven
- Entzündungen
- Neuralgien
- bestimmte Kopfschmerzformen
Besonders bei Nervenschmerzen wird das Brennen häufig als sehr unangenehm empfunden. Die Beschwerden können zeitweise auftreten oder dauerhaft bestehen.
Da brennende Kopfschmerzen vergleichsweise viele Ursachen haben können, lohnt sich bei wiederkehrenden Beschwerden eine ärztliche Untersuchung.
Was sind die drei häufigsten Kopfschmerzen-Arten?
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es, die besonders häufig vorkommen? Die drei häufigsten Kopfschmerzarten sind Clusterkopfschmerzen, Migräne und Spannungskopfschmerzen, wobei letzteres die häufigste Art überhaupt ist. Migräne betrifft allerdings auch Millionen von Menschen und kann sogar dazu führen, dass Betroffene einen Grad der Behinderung beantragen können. Der Clusterkopfschmerz ist seltener, für die betroffenen Personen aber sehr belastend, da er als eine der schlimmsten Schmerzarten weltweit gilt.
Kopfschmerzen-Arten unterscheiden – so erkennst du den Unterschied zwischen Migräne, Kopfschmerzen und Co.
Wenn du ständig unter Kopfschmerzen leidest, fragst du dich irgendwann automatisch, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt und welche du eigentlich hast. Die Antwort ist gar nicht so einfach, denn verschiedene Kopfschmerzen können sich teilweise ähnlich anfühlen. Trotzdem gibt es bei der Einordnung ein paar Merkmale, die dir weiterhelfen werden.
Spannungskopfschmerzen verursachen in der Regel einen dumpfen und drückenden Schmerz. Sie werden meist beidseitig wahrgenommen und fühlen sich an, als befände sich dein Kopf in einer Gummizwinge. Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Auren fehlen vollständig.
Migräne zeichnet ein anderes Bild; hier pulsiert der Schmerz einseitig und pocht, wenn du dich körperlich betätigst. Für viele Patienten ist ein abgedunkelter Raum die einzige Lösung, um durch die Episode zu kommen.
Clusterkopfschmerzen unterscheiden sich noch einmal deutlich, denn hier sind die Schmerzen so stark, dass dein normales Leben praktisch unmöglich ist. Dafür halten die Attacken aber manchmal nur wenige Minuten an, nur um sich dann immer wieder zu wiederholen.
Die folgende Übersicht hilft dir bei der Orientierung:
| Kopfschmerzart | Typischer Schmerz | Begleiterscheinungen |
| Spannungskopfschmerz | Drückend, ziehend | Nackenverspannungen |
| Migräne | Pochend, pulsierend | Übelkeit, Lichtempfindlichkeit |
| Clusterkopfschmerz | Stechend, bohrend | Tränendes Auge, laufende Nase |
Auch die Dauer liefert wichtige Hinweise. Spannungskopfschmerzen halten oft mehrere Stunden an. Migräneattacken können zwischen vier und 72 Stunden dauern. Clusterkopfschmerzen sind meist kürzer, treten dafür aber häufig mehrfach täglich auf.
Welche Kopfschmerzen habe ich?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn die Beschwerden immer wieder auftreten. Tatsächlich ist die Selbstdiagnose oft schwierig, weil sich Symptome überschneiden können.
Ein erster Hinweis ergibt sich aus dem Schmerzcharakter:
- Drückende Schmerzen sprechen häufig für Spannungskopfschmerzen.
- Pochende Schmerzen deuten eher auf Migräne hin.
- Stechende Schmerzen können bei Clusterkopfschmerzen oder Nervenirritationen auftreten.
- Brennende Schmerzen werden häufig mit Nervenschmerzen in Verbindung gebracht.
Auch die Auslöser können bei der Einordnung helfen. Treten die Beschwerden bei dir nach stressigen Tagen auf, steckt oft ein Spannungskopfschmerz dahinter. Werden die Schmerzen regelmäßig durch Schlafmangel, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Lebensmittel ausgelöst, kann Migräne eine mögliche Ursache sein.
Hilfreich ist ein Kopfschmerztagebuch. Dort notierst du:
- Zeitpunkt der Beschwerden
- Dauer
- Intensität
- Schmerzart
- mögliche Auslöser
- Begleitsymptome
Nach einigen Wochen lassen sich häufig Muster erkennen, die dir und deinem Arzt bei der Suche nach der Ursache helfen.
Wichtig ist außerdem zu wissen, dass es weit mehr als nur die drei bekanntesten Kopfschmerzarten gibt. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet inzwischen zahlreiche verschiedene Formen. Die meisten Menschen leiden jedoch an Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Clusterkopfschmerzen.
Wie behandelt man die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen?
Die Behandlung hängt immer von der Ursache ab. Was bei einer Migräne funktioniert, muss bei Spannungskopfschmerzen keinen Effekt haben und umgekehrt.
Wenn du Kopfschmerzen auf Basis von Verspannungen hast, ist Entspannung eine typische Lösung. Verspannte Muskeln im Nacken, Schulterbereich oder im Hinterkopf spielen eine wichtige Rolle. Du kannst mit regelmäßigen Bewegungen, Dehnübungen und Stressabbau dabei helfen, die Beschwerden zu minimieren.
Bei Migräne liegt der Fokus meist auf der Vermeidung deiner individuellen Trigger. Je nach Schweregrad wird auch präventiv mit Medikamenten behandelt.
Clusterkopfschmerzen erfordern eine spezielle medizinische Behandlung, da die Schmerzen sehr intensiv sein können. Die Therapie wird immer gemeinsam mit deinem Arzt geplant.
Unabhängig von der Kopfschmerzart kannst du mit einem gesunden Lifestyle dazu beitragen, dass sich Kopfschmerzen nicht so häufig wiederholen. Ausreichende Hydration, regelmäßiges Schlafen und natürlich ausreichend Bewegung können dabei helfen, dass du weniger oft unter Kopfschmerzen leidest.
Langfristig profitierst du vor allem davon, zu wissen, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt, die Ursachen zu kennen und ein ganzheitliches Konzept anzuwenden. Darauf setzen wir auch mit unserer Kopfschmerzen-frei Methode, die nicht deine Symptome behandelt, sondern die Frage beantwortet, warum die Schmerzen entstehen.
Grundsätzlich gilt immer: Je besser du die Auslöser und Trigger deiner Kopfschmerzen kennst, desto gezielter kannst du auch dagegen vorgehen.
Wie oft sind Kopfschmerzen normal?
Gelegentliche Kopfschmerzen kommen bei vielen Menschen vor und sind in der Regel kein Grund zur Sorge. Einmal zu wenig getrunken oder zu lange in der Sonne gewesen – das kann schon reichen, damit der Kopf weh tut. Wenn Kopfschmerzen aber häufig auftreten, stärker werden oder deine Lebensqualität einschränken, solltest du die Ursache immer medizinisch abklären lassen.
Zu welchem Arzt geht man bei Kopfschmerzen am besten?
Der Hausarzt ist als erste Anlaufstelle optimal, denn er kann häufig bereits eine erste Einschätzung vornehmen und dich gegebenenfalls an einen Neurologen überweisen. Bei wiederkehrender Migräne oder Clusterkopfschmerzen ist oft auch ein Schmerzzentrum in die Behandlung involviert, um deine Beschwerden zuverlässig zu lindern.
Welche Tabletten helfen gegen alle Arten von Kopfschmerzen?
Es gibt nicht eine Tablette, die gegen alle Kopfschmerzarten gleichermaßen wirkt. Die geeignete Behandlung ist ursachenabhängig. Während bei Spannungskopfschmerzen manchmal schon Ruhe und Rotlicht helfen, wird bei Migräne gern zu Triptanen gegriffen. Für die bestmögliche Behandlung ist es wichtig, dass du weißt, welche Arten von Kopfschmerzen es gibt, welche bei dir vorliegt und welche Ursachen sie hat.Kopfschmerzen: Ursachen, Arten & VorbeugungMigräne – Alle Ursachen, Symptome & Behandlungen


