Alles, was du über Migräne durch Verspannung wissen solltest

Frau leidet an Migräne durch Verspannung

Alles, was du über Migräne durch Verspannung wissen solltest

Migräne durch Verspannung entsteht nicht zufällig – wer die Ursachen kennt und aktiv angeht, kann Attacken langfristig reduzieren oder ganz loswerden.

  • Ursachen: Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Stress, lange Bildschirmarbeit, Zähneknirschen, muskuläre Dysbalancen im Nacken- und Schulterbereich
  • Symptome: Schmerzen vom Hinterkopf nach vorne ziehend, Druckgefühl im Nacken, Steifheit, Schwindel, Sehstörungen (Aura, Flimmerskotome), Benommenheit
  • Zusammenhang HWS & Migräne: Dauerhaft verspannte Nackenmuskulatur reizt das zentrale Nervensystem, senkt die Schmerzschwelle und kann Attacken mit oder ohne Aura begünstigen
  • Maßnahmen: Mobilisationsübungen und Dehnübungen für Nacken und Schultern; Wärmeanwendungen; ergonomische Arbeitsplatzgestaltung; Stressmanagement; ausreichend trinken; Kopfschmerztagebuch führen

Migräne durch Verspannung: Ursachen und Abhilfe

Wenn du von einer Migräneattacke heimgesucht wirst, hilft meist nur noch ein abgedunkeltes Zimmer oder sogar die Einnahme eines starken Schmerzmittels wie Triptane. Damit linderst du die Attacke und sorgst dafür, dass sie vorbeigeht. Allerdings änderst du nichts an der Ursache! Kommt die Migräne durch Verspannung, gilt es, diese zu lösen und so für dauerhaft weniger Schmerzen zu sorgen.

Unser Team von Kopfschmerzen Frei hilft dir dabei, die Ursachen für deine Symptome zu finden und sie loszuwerden. Unser Ziel ist es, dir zu erklären, warum die Schmerzen entstehen und was du gegen die Ursachen tun kannst. Symptomlinderung allein ist nicht ausreichend, um die Beschwerden dauerhaft zu bekämpfen.

So kann die Halswirbelsäule Migräne auslösen und das sind die Symptome

Deine Halswirbelsäule ist ein sensibler Bereich des Körpers, denn sie trägt deinen Kopf und schützt gleichzeitig wichtige Nervenbahnen. Gerät das System aus dem Gleichgewicht, kann sich das unmittelbar auf deinen Kopf auswirken.

Im oberen Abschnitt der Halswirbelsäule verlaufen wichtige Nerven, die eng mit dem sogenannten trigeminozervikalen Komplex verbunden sind. Dieser Bereich in deinem Hirnstamm verarbeitet Schmerzreize aus dem Nacken und aus dem Gesicht. Ist die Nackenmuskulatur dauerhaft durch Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel gereizt, senden die Muskelrezeptoren Signale an das zentrale Nervensystem.

Dein Gehirn lernt gewissermaßen, in den Alarmmodus zu schalten und deine Schmerzschwelle sinkt. Reize können eine Migräneattacke auslösen, obwohl du früher nie Kopfschmerzen hattest.

Typisch für eine Beteiligung der Halswirbelsäule sind:

  • Schmerzen mit Beginn im Hinterkopf, die bis nach vorne ziehen.
  • Ein Druckgefühl im Nacken mit pochenden Schmerzen in der Stirn.
  • Verstärkung der Beschwerden bei Drehung oder Neigung des Kopfes.
  • Steifheit im Schulter-Nacken-Bereich.
  • Begleitende Benommenheit oder leichter Schwindel.

Viele Betroffene berichten davon, dass sie morgens mit einem steifen Nacken aufwachen und im Laufe des Tages eine Migräneattacke erleiden. Das ist kein Zufallsmuster, sondern oft durch eine nächtliche Fehlhaltung oder eine dauerhaft verspannte Muskulatur ausgelöst.

Probleme mit der Halswirbelsäule: Migräne mit Aura als Folge

Migräne mit Aura macht Angst, denn das Flimmern vor den Augen und die Kribbelgefühle und sogar Sprachstörungen erinnern an die Symptomatik eines Schlaganfalls. Die Aura tritt auf, bevor die eigentlichen Kopfschmerzen beginnen. Sie entsteht durch eine vorübergehende Störung der Reizverarbeitung im Gehirn. Wenn deine Wirbelsäule dauerhaft gereizt ist, kann dein zentrales Nervensystem empfindlicher reagieren und die Schmerzschwelle sinkt. In dieser sensiblen Phase kann eine Migräne durch Verspannung mit Aura ausgelöst werden.

Nicht jede Aura kommt allerdings zwangsläufig von der Halswirbelsäule, denn Migräne ist eine komplexe neurologische Angelegenheit. Die chronische Nackenproblematik dient aber als Brandbeschleuniger und kann Attacken auslösen oder begünstigen.

Achte darauf, ob deine Auren nach stressigen Tagen oder langer Bildschirmarbeit auftauchen und ob du zusätzlich Schmerzen im Nackenbereich empfindest. Diese Beobachtungen sind wertvoll, um die Zusammenhänge zu erkennen.

Wichtig für dich: Tritt eine Aura zum ersten Mal auf, wirkt sie bedrohlich und beängstigend. Um deine eigenen Ängste zu beruhigen und auf Nummer sicher zu gehen, suche deinen Arzt auf und lasse dich einmal gründlich untersuchen.

Mann leidet an Migräne durch Verspannung

Unangenehme Augenmigräne: Halswirbelsäule als Ursache möglich

Es gibt einen Unterschied zwischen Augenmigräne und klassischer Migräne durch Verspannung. Eine Augenmigräne äußert sich durch:

  • Zickzacklinien
  • Sehstörungen
  • Flimmerskotomen

Der Nacken spielt hier indirekt eine Rolle, denn durch Verspannungen im oberen Halsbereich wird die Durchblutung beeinflusst. Das wiederum hat einen Einfluss auf die Nervenverbindung zwischen Nacken und Hinterkopf, aber auch zwischen Nacken und Sehzentrum. Dauerhafte Reizungen dieses Bereichs begünstigen die Entstehung visueller Symptome.

Nachdem die Augenbeschwerden (oft nach 30 bis 60 Minuten) abnehmen, setzen bei vielen Betroffenen die Kopfschmerzen ein. Augenmigräne kann allerdings auch ohne begleitenden Kopfschmerz verlaufen. Achte darauf, ob du gleichzeitig Schmerzen im Nacken oder zwischen den Schulterblättern verspürst, denn das kann ein Hinweis auf eine fehlerhafte Haltung oder muskuläre Belastung sein.

Wie eine Nackenverspannung Kopfschmerzen begünstigt

Eine chronische Nackenverspannung kommt nicht von heute auf morgen, die Beschwerden entwickeln sich schleichend.

Du arbeitest lange am Bildschirm, hältst den Kopf starr, bewegst dich wenig und hast Stress? Damit sind die Hauptauslöser bereits bekannt. Auch Zähneknirschen kann zu dauerhafter Anspannung führen. Wenn deine Backen- und Schneidezähne Abriebflächen zeigen, suche deinen Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden auf, um das Knirschen zu behandeln.

Wird eine Migräne durch Verspannung ausgelöst, sind die Muskeln verhärtet und die Durchblutung verschlechtert. Dadurch sammeln sich Stoffwechselprodukte im Gewebe an und reizen die Schmerzrezeptoren. Der Reiz wird über die Nervenbahnen in Richtung Kopf weitergeleitet und vom Gehirn als Kopfschmerz interpretiert. Liegt eine Veranlagung zur Migräne vor, kann daraus eine Migräneattacke mit oder ohne Aura entstehen.

Wusstest du das? Wenn du den Kopf beim Arbeiten dauerhaft nach vorne neigst, erhöht sich das Gewicht, das deine Nackenmuskulatur tragen muss. Bleibst du nun stundenlang in dieser Position, überfordert das selbst kräftige Muskeln.

Übungen bei Migräne: So wirst du die Kopfschmerzen wieder los

Um die Migräne durch Verspannung dauerhaft loszuwerden, sind Übungen für deinen Nacken eine entscheidende Lösung.

Starte mit sanften Mobilitätsübungen für deine Halswirbelsäule, indem du den Kopf langsam zur Seite drehst und ihn dann vorsichtig nach vorne und hinten neigst. Achte immer darauf, dass du bei deinen Übungen gegen Migräne keine ruckartigen und hastigen Bewegungen ausführst.

Sehr effektiv ist diese Übung:

  • Setze dich aufrecht hin und ziehe dein Kinn nach hinten (Doppelkinn-Position).
  • Halte die Position für 5 bis 10 Sekunden und löse sie.
  • Wiederhole die Übung zehnmal.
  • Damit stärkst du die tief liegende Nackenmuskulatur, die bei Migräne durch Verspannung oft beteiligt ist.

Auch diese Dehnübungen für Schultern und Nacken helfen:

  • Neige den Kopf zur Seite und ziehe ihn sanft mit der Hand in die Dehnung.
  • Kreise deine Schultern langsam nach hinten.
  • Verschränke die Arme hinter dem Rücken und öffne deinen Brustkorb.

Nach den Übungen hilft Wärme dabei, verspannte Muskulatur zu lockern. Rotlichtlampen sorgen sehr schnell für eine verbesserte Durchblutung, schon eine Anwendung von 30 Minuten pro Tag kann die Beschwerden effektiv lindern. Ein warmes Körnerkissen im Nacken fördert die Durchblutung und reduziert die Spannung.

Was du bei Migräne sonst noch machen kannst

Zusätzlich zur direkten Behandlung von Verspannungen spielt dein Lifestyle eine Rolle. Achte auf regelmäßige Bewegung in Form von täglichen Spaziergängen oder moderatem Ausdauertraining, um dein Nervensystem zu stabilisieren.

Auch diese Tipps sind hilfreich:

  • Versuche, auf Stress zu verzichten und kompensiere unvermeidliche Situationen mit Methoden wie progressiver Muskelentspannung oder Atemübungen.
  • Trinke im Alltag ausreichend ungesüßte Tees oder Wasser, denn Dehydrierung kann die Migräne durch Verspannung begünstigen und die Muskulatur anfälliger für Verspannungen machen.
  • Optimiere deinen Arbeitsplatz und achte darauf, dass dein Monitor auf Augenhöhe steht und deine Schultern lockern und stabil bleiben.

Bei Migräne gibt es viele Trigger, die von Mensch zu Mensch schwanken können. Üblicherweise führen hormonelle Schwankungen, bestimmte Nahrungsmittel (Rotwein, Schokolade, Käse) oder auch Schlafmängel zu wiederkehrenden Beschwerden. Wenn du ein Kopfschmerztagebuch führst, erkennst du deine Trigger durch die Protokollierung.

Jetzt dauerhaft gegen Migräne durch Verspannung vorgehen

Wenn dich deine Verspannungen schon lange stören und du chronische Migräneattacken erleidest, ist ein Arztbesuch grundlegend erforderlich. Konnte auch der Arzt keine Ursache finden oder dir dauerhafte Hilfe geben und die Nebenwirkungen von Triptanen und anderen Kopfschmerzmitteln belasten dich? Dann ist unsere natürliche Methode wie für dich geschaffen. Kopfschmerzen Frei hilft dir dabei, innerhalb von zwei Wochen schmerzfrei zu werden. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, schau unbedingt auch hier: Jetzt Kopfschmerzen loswerden.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Migräne durch Verspannung

Wenn du weitere Fragen rund um das Thema Migräne durch Verspannung hast, hilft dir unser FAQ-Bereich bei der Beantwortung.

Wie entsteht Migräne durch angespannte Muskeln?

Häufig sind dauerhaft angespannte Muskeln im Nackenbereich dafür verantwortlich. Sie geben die Schmerzreize an das Gehirn weiter und die Schmerzschwelle sinkt. Langfristig wird dein Gehirn übersensibel und Migräneattacken werden häufiger.

Kommt Migräne durch Verspannung durch einen Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule kann Nerven reizen und Kopfschmerzen verursachen, er ist aber nicht die häufigste Ursache für Verspannungen. Meist spielen funktionelle und muskuläre Dysbalancen die größere Rolle. Wenn du starke neurologische Ausfälle spürst oder anhaltende Beschwerden erlebst, lasse mögliche strukturelle Schäden einmal medizinisch abklären.

Was kann man aktiv gegen Migräne durch Verspannung tun?

Aktiv helfen dir regelmäßige Mobilisationsübungen, gezieltes Muskeltraining, ein konsequentes Stressmanagement und ergonomische Anpassungen im Berufsalltag. Einzelne Maßnahmen wirken allerdings nie sofort, sondern nur durch eine dauerhafte Veränderung deiner Gewohnheiten.

Kann Migräne durch Verspannung eine Aura auslösen?

Verspannungen selbst erzeugen keine Aura, sie sensibilisieren jedoch das Nervensystem und begünstigen dadurch Migräneattacken mit Aura.

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