Welcher Arzt bei Migräne? So bekommst du deine Diagnose

Mann am Laptop mit Migräne
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Ali Syala, Gründer von kopfschmerzen-frei

Wenn du unter Migräne leidest oder den Verdacht darauf hast, ist ein Arztbesuch wichtig. Welcher Arzt bei Migräne der richtige Ansprechpartner ist, wird immer wieder diskutiert. Für die einen gilt der Hausarzt als wichtigste Person, andere wiederum vertrauen auf den Neurologen. Es gibt aber auch Schmerztherapeuten und Fachkliniken, die sich auf Migräne spezialisiert haben.

Wir verraten dir alles, was du beim Arztbesuch wissen musst, und wie du dich darauf vorbereitest.

TL;DR/Die wichtigsten Informationen in Kürze

  • Welcher Arzt ist bei Migräne der richtige? Allgemein gilt: Der erste Ansprechpartner bei jeglichen Kopfschmerzen ist erst einmal der Hausarzt. Er kann dich bei Bedarf an die richtigen Stellen überweisen.
  • Als Facharzt steht dir der Neurologe bei der Migränebehandlung zur Seite.
  • Bei starken Schmerzen und Nackensteifheit ist ein sofortiger Arztbesuch ratsam. Bei chronischer Migräne bietet sich auch eine Kopfschmerzambulanz an.
  • Gute Ärzte bestehen auf die Führung eines Migräne-Tagebuchs oder Kopfschmerzkalenders.

Welcher Arzt hilft mir bei Migräne?

Die Frage, welcher Arzt bei Migräne der richtige Ansprechpartner ist, hat sich wohl jeder Betroffene zu Anfang gestellt. Die Suche nach der passenden Praxis ist wichtig, um deine chronische Erkrankung zuverlässig zu behandeln und deine Lebensqualität zu verbessern. Du hast gleich mehrere mögliche Anlaufstellen, an die du dich im ersten Schritt wenden kannst.

Erster Ansprechpartner bei Migräne: der Hausarzt

Welcher Arzt bei Kopfschmerzen aller Art immer der beste erste Ansprechpartner ist, sollte eigentlich simpel zu beantworten sein: dein Hausarzt. Als Allgemeinmediziner ist er die Grundlage aller medizinischen Versorgung und kennt in vielen Fällen bereits deine Krankengeschichte. Bevor er dich zu einem Facharzt überweist, hat er die Möglichkeit, andere Ursachen für deine Kopfschmerzen auszuschließen. In vielen Fällen kann der Hausarzt sogar schon eine Verdachtsdiagnose stellen, da die Kriterien für Migräne in den Leitlinien genau definiert sind.

Der Hausarzt verordnet dir bei Bedarf erste Akutmedikamente, klärt dich über mögliche Maßnahmen auf und koordiniert deinen weiteren Behandlungsweg.

Zu diesen Fachärzten kann dich dein Hausarzt überweisen

Wenn die Standardtherapien bei dir fehlschlagen oder die Diagnose unklar ist, stellt dein Hausarzt die Überweisung zu spezialisierten Fachärzten aus. Dadurch stehst du schon mal nicht mehr hilflos vor der Frage, welcher Arzt bei Migräne letztendlich der richtige ist. Die Überweisung erfolgt in der Regel zunächst zum Neurologen, da Migräne zu den neurologischen Erkrankungen gehört. Nervenärzte haben die nötigen Fachkenntnisse zu neurobiologischen Ursachen und bieten dir ein breites Behandlungsspektrum von prophylaktischer Medikation bis zu Antikörpertherapien.

Ergänzend dazu kann auf die Frage, welcher Arzt bei Migräne passt, auch mit dem Schmerztherapeuten geantwortet werden. Diese Experten stammen oft aus der Inneren Medizin oder aus der Anästhesie und sind gute Ansprechpartner, wenn deine Migräne chronisch verläuft.

Woran du eine gute Migräne-Praxis erkennst

Welcher Arzt bei dir zur Migränebehandlung am besten geeignet ist, erkennst du dann meist schon beim ersten Praxisbesuch: Nur wer sich bei der Anamnese Zeit nimmt und deine Krankengeschichte wirklich kennenlernen möchte, kann dich individuell behandeln. Achte darauf, dass du nach der Frequenz deiner Migräneattacken gefragt wirst, aber auch nach individuellen Triggern oder psychosozialen Problemen in deinem Alltag.

Eine gute Praxis setzt auf die bekannten medizinischen Leitlinien und drängt dich nicht zu ständigen Eigenleistungen. Stattdessen wirst du über die Migräne aufgeklärt und bei der Behandlung unterstützt. Welcher Arzt bei Migräne wirklich hilft, hängt oft stärker von den individuellen Kompetenzen ab als vom Titel. Ein Facharzt für Innere Medizin kann dir besser helfen, wenn er nach gängigen Methoden mit Migräne-Tagebüchern und Co. arbeitet, als ein Neurologe, der sich nicht für dich interessiert.

Frau mit Migräne sitzt beim Arzt

Migräne diagnostizieren lassen – so geht der Arzt vor

Die Diagnose erfolgt fast ausschließlich auf Basis der Anamnese. Dein Arzt sollte dich im Gespräch nach der Lokalisierung deiner Schmerzen fragen, da Migräne primär einseitig auf- und pulsierend in Erscheinung tritt. Wichtig ist auch eine Abfrage aller möglichen Begleitsymptome, denn je nach Migräne-Form kommen die Schmerzen mit Aura oder ohne Aura.

Um die Diagnose abzusichern, erfolgt auch eine neurologische und körperliche Untersuchung. Folgende Bereiche werden dabei unter die Lupe genommen:

  • Motorik
  • Sensorik
  • Reflexe
  • Funktion der Hirnnerven

Ein bildgebendes Verfahren wie MRT oder CT wird nicht standardmäßig verwendet. Wenn die Diagnose aber nicht ganz klar ist, kannst du diesbezüglich eine Überweisung erhalten. Das kommt immer ein wenig darauf an, welchen Arzt du aufgesucht hast.

Gut zu wissen: Eine Bildgebung ist immer wichtig, wenn die Beschwerden in höherem Lebensalter zum ersten Mal auftreten oder wenn deine Kopfschmerzsymptomatik akut ist und mit weiteren Beschwerden einhergeht. Die Maßnahme dient primär dazu, Dinge wie Entzündungen, Raumforderungen oder Gefäßschäden auszuschließen.

Wann eine Kopfschmerzambulanz die richtige Anlaufstelle für dich ist

Kopfschmerzambulanzen sind an neurologische Universitätskliniken oder größere Krankenhäuser angegliedert und für dich die passende Wahl, sofern eine ambulante Behandlung beim Arzt keine ausreichende Besserung bringt. Falls du bereits Triptane nimmst und die Prophylaxe keine Wirkung zeigt, profitierst du vom Expertenwissen und den Alternativmethoden einer solchen Ambulanz. Hier arbeiten spezialisierte Teams zusammen, die auch Ahnung von therapieresistenten Kopfschmerzen haben. Sie haben Zugang zu aktuellen Medikamentenstudien und können dich beraten, wenn es um neue Behandlungsansätze geht.

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Diese Symptome sprechen für eine Migräne-Klinik

Ein stationärer oder teilstationärer Aufenthalt in einer Migräne-Klinik wird nötig, wenn die Erkrankung chronisch ist und alle ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Ein Warnsignal und gleichzeitig Hauptgrund für die Einweisung ist der sogenannte MÜK (Medikamentenübergebrauch-Kopfschmerz). Wenn du an zehn und mehr Tagen pro Monat auf Triptane oder Schmerzmittel zurückgreifst, kann sich dadurch ein Dauerkopfschmerz entwickeln, der nicht mehr auf die eigentliche Migräne zurückzuführen ist. Ein kontrollierter Entzug unter ärztlicher Aufsicht in einer Fachklinik ist dann ein bewährtes Mittel zur Behandlung.

Für eine Behandlung in der Klinik spricht aber auch eine hohe Attackenfrequenz, die mehr als die Hälfte eines Monats betrifft. Auch wenn du bedingt durch oder zusätzlich zur Migräne unter Depressionen und Angststörungen leidest, ist eine Fachklinik der richtige Ansprechpartner. Dort arbeiten Neurologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Schmerztherapeuten gemeinsam mit dir Hand in Hand, um dir eine mentale Distanzierung von deinen Schmerzen zu ermöglichen.

Fachgesellschaften für die Suche nach Migräne-Experten

Bei der gezielten Suche nach ausgewiesenen Experten für Kopfschmerzerkrankungen und bei der Beantwortung der Frage, welcher Arzt bei Migräne hilft, sind medizinische Fachgesellschaften hilfreich.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) ist die führende wissenschaftliche Organisation in Deutschland. Auf der Website hast du die Möglichkeit, über die Expertensuche gezielt nach Kopfschmerztherapeuten und spezialisierten Praxen zu suchen. Eine weitere wichtige Organisation ist die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) sowie die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS). Sie stellen dir interdisziplinäre Netzwerke von erfahrenen Schmerztherapeuten zur Verfügung, die auch (aber nicht nur) Migräne behandeln. Diese Gesellschaften zertifizieren gleichzeitig jene Ärzte, die eine umfassende Zusatzqualifikation im Bereich der speziellen Schmerztherapie absolviert haben und chronisch-komplexe Verläufe behandeln können.

Weitere Ansprechpartner findest du bei den regionalen Ärztekammern im jeweiligen Bundesland. Über die offizielle Arztregistersuche der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung kannst du direkt nach speziellen Schmerztherapien suchen, wenn du dich fragst, welcher Arzt bei Migräne schnelle Hilfe leistet.

Diese Qualifikationen sollte ein Experte für Migräne mitbringen

Welcher Arzt bei Migräne die richtige Wahl ist, kann dir auch die folgende Checkliste zeigen. Natürlich sollte dein Arzt darüber hinaus immer eine ausgeprägte Anamnese erstellen und dich mit deinen Schmerzen absolut ernst nehmen. Die Nutzung von Schmerztagebüchern gehört in einer guten Praxis dazu, außerdem wirst du über alle positiven und negativen Aspekte von Medikamenten aufgeklärt.

Das sollte ein Arzt für die kompetente Migräne-Behandlung können und mitbringen:

  • Titel als Facharzt für Neurologie (denn Migräne ist eine Erkrankung des Nervensystems)
  • Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“, die nur nach mehrjähriger Weiterbildung vergeben wird
  • Zertifikat als Kopfschmerzexperte von der DMKG
  • Mitgliedschaft bei Fachgesellschaften wie der DGS, DGSS oder DMKG
  • Ganzheitliche Therapiekonzepte mit nicht-medikamentösen Ansätzen
  • Interdisziplinäres Netzwerk und Kontakte zu psychologischen Psychotherapeuten und spezialisierten Kliniken

So kannst du selbst gegen Migräne vorgehen

Wenn deine Migräne bereits chronisch geworden ist und weder Hausmittel noch die verordnete Medikation dauerhafte Linderung gebracht haben, kannst du auch selbst etwas tun. Manchmal fühlst du dich vielleicht auch durch die Nebenwirkungen der Triptane belastet oder möchtest gern weniger Medikamente nehmen.

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Fazit: Der beste Weg zu Migräne-Diagnose & Behandlung

Nun weißt du, an welche Ärzte du dich bei Migräne wenden kannst und worauf du achten solltest: Auf der Suche nach der passenden Migräne-Behandlung ist dein Hausarzt immer die erste und wichtigste Anlaufstelle. Er koordiniert den Behandlungsweg und überweist dich bei Bedarf an spezialisierte Neurologen, Schmerztherapeuten oder sogar eine Fachklinik. Entscheidend für eine gute Praxis ist, dass man sich Zeit für deine Anamnese nimmt und gemeinsam mit dir deine Symptome (beispielsweise anhand eines Migräne-Tagebuchs) auswertet.

Zwar entscheidest du selbst, wo und wann du zum Arzt gehst – Migräne mit Aura oder ohne –, bei akuten Schmerzen solltest du jedoch nicht zu lange warten und die Ursachen rechtzeitig abklären lassen. Und falls dir Schulmedizin und Medikamente allein keine dauerhafte Erleichterung bringen oder dir die Nebenwirkungen zu schaffen machen, kannst du auch selbst aktiv werden: Unsere natürliche Methode von Kopfschmerzen Frei unterstützt dich effektiv und ganz ohne chemische Medikation. Sichere dir unser eBook und mach den ersten Schritt in ein schmerzfreies Leben!

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Für wen ist das eBook gedacht?

Für Menschen mit wiederkehrenden Kopfschmerzen – egal ob seit Monaten oder Jahren – die eine nachhaltige Lösung suchen, statt dauerhaft Tabletten zu nehmen.