Alter Mann beim behandeln von Migräne

Starke Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, welche in der Fachsprache auch Cephalgie genannt werden, sind weltweit die zweithäufigste Schmerzform beim Menschen. Bei Kopfschmerzen handelt es sich um diffuse Schmerzen im Kopfbereich. Diese werden überwiegend durch eine Überreizung der Nerven oder der Blutbahnen hervorgerufen. Ungefähr 78 % aller Europäer sind in ihrem Leben laut einer Studie mindestens einmal von Kopfschmerzen betroffen. Dabei werden Kopfschmerzen in verschiedene Arten unterteilt. Meistens handelt es sich dabei um nicht gefährliche und eher milde Spannungskopfschmerzen, die durch eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur begünstigt werden. In manchen Fällen kommt es aber zu heftigen und sehr starken Kopfschmerzen, die kaum auszuhalten scheinen. Welche Kopfschmerzformen sehr starke Kopfschmerzen hervorrufen können, was dahintersteckt und wann Sie damit zum Arzt gehen sollten, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Die Einteilung von Kopfschmerzen in verschiedene Formen

Unterteilt werden Kopfschmerzen zunächst in primäre und sekundäre Schmerzen. Primäre Kopfschmerzen sind demnach Schmerzen des Kopfbereiches, welche auf keine anderen Erkrankungen zurückgeführt werden können. Sekundäre Kopfschmerzen hingegen treten immer in Bezug auf eine bereits vorhandene Erkrankung auf oder sind auf Traumata zurückzuführen. Die weltweit häufigste primäre Kopfschmerzform ist der Spannungskopfschmerz. Die zweithäufigste primäre Form ist der Migräneschmerz. Beide Kopfschmerzformen stehen mit keiner anderen Erkrankung in Verbindung. Es gibt lediglich Faktoren, die das Auftreten dieser Schmerzen begünstigen können. Sekundäre Kopfschmerzen sind um Weites seltener als primäre und stehen immer in Verbindung mit einer genauen Ursache.

1. Primäre Kopfschmerzen

Wie eben beschrieben bilden primäre Kopfschmerzen ein eigenständiges Krankheitsbild. Ihre Ursachen sind bisher noch weitestgehend unbekannt. Die am häufigsten vorkommenden primären Kopfschmerzformen sind:

  • Der Spannungskopfschmerz
  • Der Cluster-Kopfschmerz
  • Migräne

Während der Spannungskopfschmerz in den meisten Fällen die Folge von verspannten Muskeln ist und eher leichte bis mäßige Kopfschmerzen auslöst, führen Cluster-Kopfschmerzen und Migräne zu sehr starken und kaum aushaltbaren Schmerzen. Im folgenden Artikel wird noch genauer auf die letzteren beiden Kopfschmerzformen eingegangen.

Primäre Kopfschmerzen wie Spannungskopfschmerzen oder Migräne können in der Regel mit Hausmitteln oder bestimmten leichten Schmerzmitteln gelindert werden. Beim Cluster-Kopfschmerz sollte zur Abklärung immer ein Arzt um Rat gefragt werden.

Schwarzhäutiger mit starke Kopfschmerzen

2. Sekundäre Kopfschmerzen

Anders als bei den primären Kopfschmerzen bilden sekundäre Kopfschmerzen kein eigenständiges Krankheitsbild. Sie sind immer auf eine bereits vorhandene Erkrankung zurückzuführen. Sekundäre Kopfschmerzen treten jedoch viel seltener auf als Primäre. Oftmals können bereits Fehlstellungen des Kiefers oder der Zähne die Grunderkrankung und somit die Ursache für sekundäre Kopfschmerzen bilden. Auch Fehlbelastungen der Halswirbelsäule sind eine häufige Ursache für Kopfschmerzen. Weitere Ursachen, die zu sekundären Kopfschmerzen führen, sind:

  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Traumata (durch z. B. Unfall)
  • Zahnwurzelentzündung
  • Arterielle Hypertonie
  • Trigeminusneuralgie
  • Neurofibromatose
  • Gefäßentzündung
  • Schlaganfall
  • Hirnblutung
  • Grüner Star
  • Tumor

Im Falle von sekundären Kopfschmerzen sollte immer ein Arztbesuch stattfinden. Sollte es zu sogenannten Donnerkopfschmerzen oder auch Vernichtungskopfschmerzen kommen, besteht in der Regel ein Notfall! Auf diesen Kopfschmerz werden wir im Folgenden noch genauer eingehen.

3. Andere und eher selten vertretene Kopfschmerzformen

Neben primären und sekundären Kopfschmerzen gibt es noch einige Kopfschmerzformen, die sich nicht in die beiden Oberklassifizierungen zuordnen lassen. Sie sind weder ein eigenständiges Krankheitsbild wie bei den primären Kopfschmerzen, noch sind sie auf bereits vorhandene Erkrankungen zurückzuführen wie bei den sekundären Kopfschmerzen. Diese anderen Kopfschmerzformen betreffen tatsächlich auch weniger als 5 % aller Menschen. Meistens beruht der Auslöser dieser Kopfschmerzen auf spontane Reizungen der Nerven oder kurzfristige Überanstrengung. Zu diesen seltenen Kopfschmerzformen gehören z. B.:

  • Der Anstrengungskopfschmerz
  • Der Hustenkopfschmerz
  • Der Sexualkopfschmerz

Starke Kopfschmerzen durch primäre Kopfschmerzformen

Die häufigste primäre Kopfschmerzform ist der Spannungskopfschmerz. Dieser wird durch verspannte Muskeln und strapazierte Faszien verursacht und kann durch bestimmte Faktoren begünstigt werden. Er äußert sich durch milde oder mäßige Kopfschmerzen vorwiegend an der Stirn oder im Schläfenbereich. Starke Kopfschmerzen hingegen werden eher von Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen verursacht. Diese Kopfschmerzen können kaum aushaltbaren Schmerzintensitäten mit sich bringen.

1. Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen sind in der Regel einseitige Kopfschmerzen. Es handelt sich um stechende und sehr starke Schmerzen im Bereich der Schläfen, der Stirn und vor allem im Augenbereich. Etwa 120.000 Menschen in Deutschland sind von diesen Kopfschmerzen betroffen. Sie sind daher viel seltener als Migräneanfälle. „Cluster“ steht hierbei für „Häufigkeit“. Der Begriff rührt daher, dass Cluster-Kopfschmerzen mehrfach täglich für einige Wochen immer wieder auftauchen können, um dann für mehrere Monate oder sogar Jahre komplett zu verschwinden. Eine andere Bezeichnung für den Cluster-Kopfschmerz ist auch das Bing-Horton-Syndrom. Bei jedem Cluster-Kopfschmerz liegt der stärkste Schmerzpunkt direkt hinter dem Auge und im Augenbereich. Die Schmerzen können des Weiteren bis zum Kiefer oder in den Hinterkopf ausstrahlen.

Weitere Begleitsymptome bei Cluster-Kopfschmerzen sind z. B.:

  • Eine verstopfte Nase
  • Ein hängendes Augenlid
  • Kaltschweißigkeit an der Stirn
  • Körperliche Unruhe / Bewegungsdrang
  • Tränendes und gerötetes Auge in der Schmerzregion

Eine Cluster-Kopfschmerzattacke dauert in der Regel zwischen 15 und 180 Minuten an. Oftmals treten diese Attacken zu immer ähnlichen Uhrzeiten während des Schlafens auf und wecken dadurch die Betroffenen. Die Abstände der Kopfschmerzattacken können individuell variieren. Sie können in Abständen von wenigen Stunden bis hin zu einigen Tagen auftreten. Wenn die erste Kopfschmerzphase abgeklungen ist, werden die nächsten Attacken immer selten und verschwinden dann ganz. Cluster-Kopfschmerzen treten dann erst wieder nach einigen Monaten oder manchmal auch Jahren auf. Das Betroffenenverhältnis von Männern zu Frauen beträgt beim Cluster-Kopfschmerz 3:1.

Dadurch, dass Cluster-Kopfschmerzen Ähnlichkeiten zu Migränekopfschmerzen aufweisen, bleibt diese Kopfschmerzform häufig jahrelang unerkannt. Betroffene leiden dann besonders, da sie mit der falschen Therapie keine Besserung feststellen. Die sehr starken Schmerzen führen oftmals zu einer Einschränkung der Lebensqualität. Während einer Schmerzepisode sind sie meist arbeitsunfähig. Auf lange Sicht können unbehandelte Cluster-Kopfschmerzen zu Erwerbsunfähigkeit oder Depressionen führen.

Cluster-Kopfschmerzen Ursachen

Die genauen Ursachen von Cluster-Kopfschmerzen bleiben wie bei den meisten primären Kopfschmerzformen weitestgehend unbekannt. Häufig treten Cluster-Kopfschmerzen das erst mal im Alter von 29 Jahren auf. Dies berichtet die Deutsche Gesellschaft für Neurologie im Jahr 2015. Es wird davon ausgegangen, dass der Hypothalamus (ein bestimmtes Hirnareal) bei der Schmerzentstehung eine wichtige Rolle spielt. Denn im Hypothalamus wird z. B. unser Schlaf-wach-Rhythmus reguliert. Störungen in diesem Hirnareal könnten die episodischen Schwankungen bei den Cluster-Kopfschmerzen erklären.

Es gibt jedoch, wie bei allen primären Kopfschmerzen, bestimmte Faktoren, die die Auslösung von Cluster-Kopfschmerzen begünstigen. Diese sind unter anderem Nikotin und Alkohol, grelle Lichtreize oder bestimmte Lebensmittel (z. B. Milchprodukte).

Junge sitzt starke Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen Therapie

Cluster-Kopfschmerzen lassen sich bisher nicht heilen! Die auftretenden Attacken können jedoch durch bestimmte Therapien in ihrer Intensität und in ihrer Häufigkeit verringert werden.

Während einer akuten Schmerzattacke hilft das Einatmen von ärztlich verordnetem reinem Sauerstoff. Auf Rezept werden Ihnen Sauerstoffflaschen nach Hause geliefert. Sie können mithilfe einer Sauerstoffmaske, die Nase und Mund bedeckt, bei einer akuten Attacke den reinen Sauerstoff bedarfsmäßig einatmen. Ebenfalls kommen verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz, wie z. B. Triptane. Oftmals werden die Medikamente als Nasenspray oder auch als Spritze verabreicht. Sehr selten können operative Verfahren angedacht werden, etwa wenn die betroffene Person auf keine andere Therapie anspringt.

2. Migräne

Migräne ist direkt nach den Spannungskopfschmerzen die zweithäufigste primäre Kopfschmerzform. Etwa 10 Millionen Personen in Deutschland sind von Migräne betroffen. Migräneattacken treten meistens einseitig auf und äußern sich durch heftige, pochende und pulsierende Kopfschmerzen im Schläfen- und Stirnbereich. Sie können manchmal auch die Augenbrauen betreffen. Etwa ein Drittel aller Betroffenen berichten von Migräneattacken, die den gesamten Kopf umfassen. Die Attacken fangen meistens mild an und steigern sich dann langsam auf ein Maximum. Die genaue Intensität und das Empfinden der Schmerzen variieren von Person zu Person. In der Regel beträgt die Dauer einer Migräneattacke 4 – 72 Stunden. Migränebetroffene erleiden zwischen 2 und 6 Migräneattacken im Monat.

Neben den immensen Schmerzen gibt es noch zusätzliche Begleitsymptome, von denen Betroffene geplagt werden. Diese werden als „Aura“ bezeichne. Man unterteilt in Migräneanfälle mit Aura oder ohne Aura. Die Aura, also die Begleitsymptome, geschehen jedoch vor der Kopfschmerzattacke und geben so gesehen an, dass im Anschluss ein Migräneanfall auftreten wird. Diese Aura wird von etwa 15 % aller Migränebetroffenen wahrgenommen. Sie dauert zwischen 20 – 60 Minuten an, bis die eigentliche Migräneattacke anfängt.

Symptome bei Migräneattacken mit Aura sind z. B.:

  • Sprachstörungen
  • Schwindel oder Schwäche
  • Lähmungen in den Extremitäten
  • Kribbeln in den Extremitäten oder Fingerspitzen
  • Sehstörungen, Augenflimmern, Schleiersehen (wie durch einen Schleier)

Symptome bei Migräneattacken ohne Aura sind z. B.:

  • Geruchsempfindlichkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit
  • Sehr starke, pulsierende oder pochende Kopfschmerzen, die meistens einseitig auftreten

Migräne Ursachen

Die genauen Ursachen von Migräne sind weitestgehend noch unerklärt. Viele Forscher haben sich jedoch mit der Entstehung von Migräne befasst und immer wieder neue Theorien kommen auf. Der derzeitige wissenschaftliche Stand besagt, dass die Ursache von Migräne in einer wiederkehrenden Störung der Schmerzregulation in unserem Gehirn liegt. Dabei sollen Faktoren wie die erbliche Veranlagung bestimmte Hirnzellen im Hirnstamm beeinflussen. Während einer Migräneattacke entwickeln die Hirnzellen eine Schmerzüberempfindlichkeit, welche nicht unbedingt lokal begrenzt ist. Diese Überempfindlichkeit kann sich auf den sogenannten Nervus trigeminus ausweiten. Der Nervus trigeminus durchzieht mit seinen Ästen viele Teile des Schädels und liegt sehr nahe an allen Blutgefäßen, die unser Gehirn versorgen.

Wird der Nervus trigeminus gereizt, zieht das also fälschliche Schmerzsignale mit sich, die dann für die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe sorgen. Diese Botenstoffe erweitern die Blutgefäße an unserem Schädel und sorgen für Entzündungsreaktionen. Daraus sollten die typischen Migränesymptome entstehen. Kurz gesagt ist die aktuelle Theorie also, dass eine angeborene veränderte Reizverarbeitung im Gehirn zu Migräneattacken führt.

Migräne Therapie

Zur Akutbehandlung bei Migräneanfällen werden spezielle Medikamente eingesetzt. Diese nennen sich Triptane. Sie kommen ebenfalls bei akuten Cluster-Kopfschmerzen zum Einsatz. Bei anderen Kopfschmerzerkrankungen wie z. B. dem Spannungskopfschmerz, zeigen Triptane jedoch keine Wirkung. Kommt es bei Betroffenen zu häufigen Migräneattacken oder fallen Begleitsymptome sehr heftig aus (z. B. bei Lähmungserscheinungen), so sollte eine medikamentöse Migräneprophylaxe erfolgen. Hierbei werden über einen dauerhaft längeren Zeitraum regelmäßig Medikamente eingenommen, die zur Vorbeugung von Migräne helfen. Hierzu gibt es verschiedene Medikamentengruppen, welche je nach individuellen Bedürfnissen der Betroffenen angepasst werden. Eine medikamentöse Therapie zur Akutbehandlung oder auch zur Vorbeugung von Migräne muss immer über eine Abklärung durch einen Arzt erfolgen.

Rezeptfreie Schmerzmittel, die von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zur Linderung der Schmerzen empfohlen werden, sind Kombipräparate aus medizinischem Koffein, Acetylsalicylsäure und Paracetamol. Um die Wirksamkeit dieser medikamentösen Therapien noch zu steigern, werden nicht medikamentöse Verfahren empfohlen. Dazu zählen z. B Entspannungsübungen oder Ausdauersport. Bei Migränepatienten, bei denen die Lebensqualität aufgrund ihrer Erkrankung eingeschränkt ist, sollten zusätzlich psychologische Schmerztherapien oder Stressmanagement in Erwägung gezogen werden.

Starke Kopfschmerzen durch sekundäre Kopfschmerzformen

Heftige Kopfschmerzen können nicht nur als primäre Kopfschmerzen auftreten. Bestimmte Krankheitsbilder können hinter den entstandenen Kopfschmerzen stecken. Oftmals handelt es sich bei sekundären Kopfschmerzen um leicht zu behandelnde Grunderkrankungen wie Zahnfehlstellungen, Zahnfleischentzündungen, Bluthochdruck oder Nasennebenhöhlenentzündungen. In manchen Fällen können plötzlich auftretende und sehr starke Kopfschmerzen aber auch Anzeichen für einen Notfall sein, bei dem sofort der Notarzt verständigt werden sollte! Diesen Kopfschmerz nennt man auch Donnerschlagkopfschmerz oder Vernichtungskopfschmerz.

Mann hat in schreiendes Kind und  starke Kopfschmerzen

Donnerschlagkopfschmerz/ Vernichtsungkopfschmerz

Donnerschlagkopfschmerzen sind sehr heftige und plötzlich eintretende Kopfschmerzen. Betroffene beschreiben, die Schmerzen würden sich anfühlen wie ein plötzlicher Donnerschlag. Sie seien so heftig, dass sie vernichtend wirken und kaum auszuhalten sind. Seine maximale Intensität erreicht der Donnerschlagkopfschmerz meistens innerhalb einer Minute. Die Dauer des Donnerschlagkopfschmerzes variiert je nach Grunderkrankung zwischen wenigen Minuten über einige Stunden bis hin zu zehn Tagen. Diese Kopfschmerzform ist immer als Symptom verschiedener Erkrankungen zu erkennen, weshalb er zu den sekundären Kopfschmerzarten gehört. Der Donnerschlagkopfschmerz wird häufig von zusätzlichen Symptomen begleitet, die einer Migräne sehr ähnlich kommen wie z. B.:

  • Steifheit in Nacken und Schultern
  • Ein schlechter Allgemeinzustand
  • Das Krümmen vor Schmerzen
  • Lähmungserscheinungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sprachstörungen
  • Krampfanfälle

Im Gegensatz zur Migräne kommt es beim Donnerschlagkopfschmerz zu keiner vorherigen Aura, die die Schmerzen ankündigen. Der Vernichtungskopfschmerz kommt ohne Vorwarnung und sehr plötzlich.

Donnerschlagkopfschmerz Ursachen

Der Vernichtungskopfschmerz zählt zu den selten vorkommenden Kopfschmerzformen. Tritt dieser Kopfschmerz jedoch auf, handelt es sich häufig um lebensbedrohliche Krankheiten, die dahinter stecken und bei denen sofort ein Notarzt verständigt werden sollte.

Zu den möglichen Ursachen also Erkrankungen, die zum Donnerschlagkopfschmerz führen können, zählen z. B.:

  • Hypertensive Krise (ein plötzlicher und starker Blutdruckanstieg)
  • Akute Hirnblutungen (besonders bei Subarachnoidalblutungen – Reißen eines Aneurysmas im Kopf)
  • Sinusvenenthrombose (Thrombose der großen Venen im Gehirn)
  • Ischämischer Apoplex (Schlaganfall)
  • Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung)
  • Karotisdissektion (Riss an der Kopf- oder Halsschlagader)
  • Glaukom (Grüner Star)

Ein Donnerschlagkopfschmerz kann jedoch auch im Rahmen eines erstmalig auftretenden und akuten Migräneanfalles oder Cluster-Kopfschmerzes auftauchen. In jedem Fall sollte aber ein Arzt verständigt werden, sobald ein Vernichtungskopfschmerz eintritt, um lebensbedrohliche Krankheiten im besten Fall ausschließen zu können.

Donnerschlagkopfschmerzen Diagnostik

Vernichtungskopfschmerzen oder auch Donnerschlagkopfschmerzen sollten sofort ärztlich abgeklärt werden, denn es handelt sich meistens um einen medizinischen Notfall. Solange die Ursache für die heftigen und plötzlichen Kopfschmerzen nicht geklärt ist, gehen Ärzte immer von einer lebensbedrohlichen Situation aus und handeln auch dementsprechend.

Wenn die betroffene Person ansprechbar ist, wird der Arzt zunächst einige Fragen stellen, was man auch Anamnese nennt. Die Anamnese gibt Kenntnisse über mögliche Vorerkrankungen, genetische Risikofaktoren, vorherige Schmerzen oder Lebensumstände, die über die mögliche lebensbedrohliche Erkrankung Aufschlüsse geben können. Als Nächstes folgt die körperliche Untersuchung. Hierbei kann z. B. festgestellt werden, ob der Betroffene an einem steifen Nacken, an neurologischen Auffälligkeiten oder Herz-Kreislauf-Störungen leidet.

Die genaue Ursache, die zum Vernichtungskopfschmerz führt, kann von den Ärzten meistens nut mithilfe der Differenzialdiagnostik geschehen. Dies meint den Ausschluss möglicher zugrunde liegender Grunderkrankungen. In der Regel werden dafür bildgebende Verfahren am Schädel wie ein CT oder MRT angeordnet. Ebenfalls könnte eine Lumbalpunktion des Nervenwassers zur Diagnostik angeordnet werden. Wenn nach den Untersuchungen keine akute Erkrankung festgestellt werden kann, die zu den Donnerschlagkopfschmerzen führt, so muss von primären Kopfschmerzen ausgegangen werden (z. B. Migräneattacke oder Cluster-Kopfschmerz).

Donnerschlagkopfschmerzen Therapie

Donnerschlagkopfschmerzen lassen in der Regel von alleine nach. Die Therapie von Donnerschlagkopfschmerzen zielt daher darauf ab, die Krankheit, die die Kopfschmerzen auslöst, zu behandeln. Wie bereits beschrieben, sollten Sie im Falle von Donnerkopfschmerzen direkt ins Krankenhausfahren oder einen Notarzt verständigen. Hier wird Ihnen direkt Schmerzmittel verabreicht, um die Kopfschmerzen zu lindern. Abhängig von der Ursache unterscheiden sich die weiteren Therapieschritte dann. Wird z. B. eine Hirnblutung festgestellt, muss in den meisten Fällen direkt operiert werden.

Um Donnerschlagkopfschmerzen vorzubeugen, sollte grundsätzlich auf einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Achten Sie auf ausreichend frische Luft, eine ausgewogene Ernährung und verzichten Sie auf Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin. So können beispielweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden. Ebenfalls ist ein regelmäßiger Gesundheitscheck beim Hausarzt ratsam, um weitere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, wie z. B. ein sich bildendes Aneurysma.

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